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Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke

Symbolbild: Photovoltaikanlage
Symbolbild: Photovoltaikanlage ©ecoenergiafutura/pixabay
Symbolbild: Photovoltaikanlage
Symbolbild: Photovoltaikanlage
©ecoenergiafutura/pixabay

Wer eine Photovoltaikanlage oder ein Blockheizkraftwerk (BHKW) betreibt und den erzeugten Strom in das öffentliche Netz einspeist und selbst für seinen Haushalt verbraucht, wird steuerlich zum Unternehmer mit entsprechenden Pflichten. Ertragsteuerlich erzielt er grundsätzlich Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Damit ist im Regelfall die jährliche Abgabe einer Einkommensteuererklärung sowie einer Gewinnermittlung (i.d.R. Anlage EÜR) erforderlich.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat in Abstimmung mit den Finanzverwaltungen der Länder mit dem BMF-Schreiben vom 02. Juni 2021 eine Regelung zur Vereinfachung der ertragsteuerlichen Behandlung beschränkt auf kleine Photovoltaikanlagen und vergleichbare BHKW getroffen. Danach können Anlagenbetreiber nunmehr schriftlich einen Vereinfachungsantrag stellen, aufgrund dessen unterstellt wird, dass die Anlage ohne Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird. Die Finanzverwaltung geht dann ohne weitere Prüfung davon aus, dass eine steuerlich unbeachtliche sogenannte Liebhaberei vorliegt.

Die Vereinfachungsregelung gilt ausschließlich für

  • Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 10 kW, welche auf einem zu eigenen Wohnzwecken genutzten oder unentgeltlich überlassenen Einfamilienhaus oder Zweifamilienhaus bzw. auf einem dazugehörigen Carport oder einer Garage installiert sind und nach dem 31.12.2003 in Betrieb genommen wurde.
  • BHKW mit einer installierten Leistung von bis zu 2,5 kW. Auch hier gelten die übrigen Voraussetzungen wie für kleine Photovoltaikanlagen analog.

 

Folgen der Vereinfachungsregelung

Mit dem schriftlichen Antrag wird aus Vereinfachungsgründen und ohne weitere Prüfung für alle offenen Veranlagungszeiträume unterstellt, dass die Anlage nicht mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird. Damit wird der Gewerbebetrieb einer solchen kleinen Photovoltaikanlage bzw. eines BHKW nicht mehr bei der Einkommensteuer erfasst. Der Antrag wirkt auch für die Folgejahre.

In diesen Fällen ist dann eine Gewinnermittlung für den Betrieb der Photovoltaikanlage/des BHKW für alle offenen Veranlagungszeiträume nicht mehr abzugeben.

Veranlagte Gewinne und Verluste aus zurückliegenden Veranlagungszeiträumen, die verfahrensrechtlich einer Änderung noch zugänglich sind (zum Beispiel bei unter dem Vorbehalt der Nachprüfung oder vorläufig wegen der Gewinnerzielungsabsicht der Einkünfte aus der Photovoltaikanlage oder dem BHKW durchgeführten Veranlagungen), sind nicht mehr zu berücksichtigen.

Wer eine Photovoltaikanlage oder ein Blockheizkraftwerk (BHKW) betreibt und den erzeugten Strom in das öffentliche Netz einspeist und selbst für seinen Haushalt verbraucht, wird steuerlich zum Unternehmer mit entsprechenden Pflichten. Ertragsteuerlich erzielt er grundsätzlich Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Damit ist im Regelfall die jährliche Abgabe einer Einkommensteuererklärung sowie einer Gewinnermittlung (i.d.R. Anlage EÜR) erforderlich.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat in Abstimmung mit den Finanzverwaltungen der Länder mit dem BMF-Schreiben vom 02. Juni 2021 eine Regelung zur Vereinfachung der ertragsteuerlichen Behandlung beschränkt auf kleine Photovoltaikanlagen und vergleichbare BHKW getroffen. Danach können Anlagenbetreiber nunmehr schriftlich einen Vereinfachungsantrag stellen, aufgrund dessen unterstellt wird, dass die Anlage ohne Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird. Die Finanzverwaltung geht dann ohne weitere Prüfung davon aus, dass eine steuerlich unbeachtliche sogenannte Liebhaberei vorliegt.

Die Vereinfachungsregelung gilt ausschließlich für

  • Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 10 kW, welche auf einem zu eigenen Wohnzwecken genutzten oder unentgeltlich überlassenen Einfamilienhaus oder Zweifamilienhaus bzw. auf einem dazugehörigen Carport oder einer Garage installiert sind und nach dem 31.12.2003 in Betrieb genommen wurde.
  • BHKW mit einer installierten Leistung von bis zu 2,5 kW. Auch hier gelten die übrigen Voraussetzungen wie für kleine Photovoltaikanlagen analog.

 

Folgen der Vereinfachungsregelung

Mit dem schriftlichen Antrag wird aus Vereinfachungsgründen und ohne weitere Prüfung für alle offenen Veranlagungszeiträume unterstellt, dass die Anlage nicht mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird. Damit wird der Gewerbebetrieb einer solchen kleinen Photovoltaikanlage bzw. eines BHKW nicht mehr bei der Einkommensteuer erfasst. Der Antrag wirkt auch für die Folgejahre.

In diesen Fällen ist dann eine Gewinnermittlung für den Betrieb der Photovoltaikanlage/des BHKW für alle offenen Veranlagungszeiträume nicht mehr abzugeben.

Veranlagte Gewinne und Verluste aus zurückliegenden Veranlagungszeiträumen, die verfahrensrechtlich einer Änderung noch zugänglich sind (zum Beispiel bei unter dem Vorbehalt der Nachprüfung oder vorläufig wegen der Gewinnerzielungsabsicht der Einkünfte aus der Photovoltaikanlage oder dem BHKW durchgeführten Veranlagungen), sind nicht mehr zu berücksichtigen.


Letzte Aktualisierung: 20.07.2021
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